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Chancengleichheit, Anerkennung und gleichberechtigte Teilhabe

Migrantenorganisationen wollen verstärkt Verantwortung übernehmen

 

Berlin, 01.02.2012 (ZSD/BAGIV) - Zur Erarbeitung einer nachhaltigen Strukturförderung von Migrantenorganisationen (MO) und zur Stärkung ihrer sozialen und bildungspolitischen Arbeit im Bereich gesellschaftlicher Integration führt der Paritätische Gesamtverband in Zusammenarbeit mit 7 bundesweit tätigen Migrantenorganisationen 2012 das Projekt "Ressourcen stärken - Zusammenarbeit intensivieren - Partizipationsmöglichkeiten für bundesweit tätige Migrantenorganisationen" durch. Das Projekt wird gefördert bis Ende 2012 durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Der Zentralrat der Serben in Deutschland (ZSD) arbeitete über seinen Dachverband, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV) aktiv mit.

„Seit etlichen Jahren leisten Migrantenorganisationen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene wichtige zivilgesellschaftliche, integrative und sozialpolitische Arbeit. Sie sind wichtige Brückenbauer und inzwischen unverzichtbare Akteure in der Integrationsarbeit. Deshalb sollten Migrantenorganisationen stärker als bisher gefördert werden“, sagte Milan Cobanov, stellvertretender Vorsitzender im ZSD.

Das Positionspapier zeigt die Rahmenbedingungen des Engagements und der (Dienst-) Leistungen von Migrantenorganisationen auf und unterbreitet konkrete Vorschläge, welche ihnen eine langfristige Perspektive ermöglichen. Die vorliegenden Vorschläge stellen im Wesentlichen die Weiterentwicklung und Konkretisierung der 2010 im bundesweiten Integrationsprogramm formulierten Empfehlungen dar.

Positionspapier:VORSCHLÄGE FÜR EINE GRUNDAUSSTATUNGFÖRDERUNG VON MIGRANTENDACHORGANISATIONEN

Die Expertise stellt eine Bestands- und Bedarfsanalyse dar über spezifische Rolle von im Integrations- und Sozialbereich bundesweit tätigen Migrantendachverbänden. Durch diese Erhebung wurden die Organisationstrukturen, Entstehungskontext sowie aktuelle Ausrichtung und bewährte Arbeitskonzepte der am Projekt beteiligten Migrantendachverbände analysiert. 

Expertise:STÄRKEN UND POTENTIALE VON BUNDESWEIT ORGANISIERTEN UND TÄTIGEN MIGRANTENDACHORGANISATIONEN

„Es wird sehr viel von Multikultur und Vielfalt gesprochen. Oft hat man jedoch den Eindruck, dass sich diese vornehmlich auf die „verbesserte Gastronomie“ bezieht. Die Einwanderer haben aber mehr anzubieten als nur „ihren kulinarischen Hintergrund“!

Für die Zukunft unserer Gesellschaft stellt sich deshalb die grundsätzliche Frage, wie und von wem „Gemeinschaft zelebriert“ werden kann und wie Einwanderer und ihre Nachfahren zu Teilen einer allgemeinen Erinnerungskultur werden? Ferner stellt sich die Frage, wie um von wem die unterschiedlichsten, eingewanderten Kulturen und Traditionen mosaikartig in ein „Gesamtbild“ einzubauen sind.

Migrantenorganisationen wollen jedoch nicht mehr nur auf „kochen-trommeln-tanzen“ reduziert werden. Sie sind volljährig geworden! Sie wollen gleichberechtigt an der Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft teilhaben. Ihre Arbeit wird immer wieder gelobt und hervorgehoben. Sie werden zunehmend zum Gesellschaftlichen Engagment ermuntert und werden aufgefordert zu Partizipieren. Leider sind ihre Organisationen materiell und personell nicht ausreichend Ausgestattet um auf „Augenhöhe“ mitzureden und sich noch mehr einzubringen. Wir sehen nicht ein, dass wir stetig an die Wohlfahrtsverbände und Stiftungen verwiesen, um dann von den Selben als so genannte „Multiplikatoren“ engagiert zu werden“, erläutert Milan Cobanov, stellvertretender Vorsitzender des ZSD.




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