Temporäre Rückkehr von Fachleuten nach Serbien

Projekt-Beratung IOM zum Wissenstransfer in Herkunftsland

Berlin, 14.12.2011 (ZSD) - Der Zentralrat der Serben in Deutschland (ZSD) unterstützt das Projekt „Temporäre und Virtuelle Rückkehr in die Länder des Westlichen Balkan“ (MIDWEB), welches von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt wird. Das MIDWEB-Projekt bietet die Möglichkeit zu einer temporären Rückkehr für insgesamt 60 Hochqualifizierte,die ursprünglich aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien und des unter der UNSC Resolution 1244 verwalteten Kosovo stammen und in Österreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich über einen dauerhaften Aufenthalt verfügen. Die Teilnehmer/innen kehren für einen Zeitraum von bis zu 2 Monaten in Ihr Heimatland zurück, um ihre Expertise und Fähigkeiten mit Organisationen und Institutionen vor Ort zu teilen und so einen Beitrag für die Entwicklung ihrer Herkunftsländer zu leisten.

„Unter den Mitgliedern des ZSD besteht die Bereitschaft für eine bestimmte Zeit, nach Serbien zurück zu kehren und sich mit ihrem Fachwissen und beruflicher Erfahrung in die Entwicklung Serbiens einzubringen. So eine „vorläufige Rückkehr“ wird auch von solchen Interessierten angestrebt, welche, in einer kurzen Zeit, erste berufliche Erfahrung in einem Land wie Serbien sammeln wollen“, sagte Gordana Milanovic-Kovacevic, Generalsäkreterin des ZSD.

Nach Meinung des ZSD ist eine solche temporärer Rückkehr nach Serbien nicht nur für die Wirtschaft interessant, sondern auch für bestimmte Ministerien oder Nichtregierungsorganisation. So könnten Fachleute in der Ministerien, Nationalen touristischen Organisation, der Wirtschaftskammer Serbiens oder andere Organisationen und Firmen aus dem Privat Sektor eingesetzt werden welche innerhalb eines begrenzten Zeitraums Lösungsvorschläge für bestimmte Problembereiche erarbeiten könnten.

„Wir haben einige gute Ideen, welche sowohl für die Entwicklung Serbiens, als auch für die serbische Diaspora nützlich wären. Der ZSD bittet deshalb, interessierte Kandidaten aus Deutschland sich beim IOM und auch beim ZSD zu melden, um für jeden eine professionelle Lösung finden zu können“, sagte Milanovic-Kovacevic.

In Berlin wurden weiterführende Schritte zwischen den Vertretern des ZSD und der IOM besprochen. So ist angedacht, bis Ende Februar eine weitere Informationsveranstaltung zu diesem Projekt in Stuttgart oder Frankfurt durch zu führen.

Da das Projekt bis Ende November 2012 dauern soll, wird vom ZSD empfohlen, sich so schnell wie möglich für eine Teilnahme an dem Projekt zu bewerben, da in Serbien im Frühling Parlamentswahlen bevorstünden. Nach einschlägiger Erfahrung des ZSD wird die Regierung durch Wahlen auf allen Ebenen buchstäblich gelähmt. Regierungs- und Verwaltungsmitarbeiter zeigen in solchen Zeiten kaum Interesse für neue Projekte, betonte der ZSD. Allgemeine Informationen zu diesem Projekt können unter folgenden Links abgerufen werden:

ALLGEINE INFORMATIONEN ZUR IOM
ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM BAMF
ALLGEMEINE INMFORMATIONEN ZUM PROJEKT
PRIVREMENI I VIRTUALNI POVRTAK U ZEMLJE ZAPADNOG BALKANA (SERBISCH)
TEMPORÄRE UND VIRTUELLE RÜCKKEHR IN DIE LÄNDER DES WESTBALKANS (DEUTSCH)
ANMELDE FORMULAR (ENGLISCH)




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