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Migranten-Selbstorganisationen angenommene-Partner im Integrationsprozess

CQuelle: Pixelio

war das Resumee zum Abschluss der zweitägigen Fachtagung der Migranten-Verbände in Berlin

Berlin, 22.05.2011 (ZSD) – Migranten-Selbstorganisationen sind für die Bundesregierung wichtige Akteure im Integrationsprozess, war das Resumee zum Abschluss der zweitägigen Fachtagung der Migranten-Verbände in Berlin. Sie tragen die entscheidende Rolle im Rahmen der sozialen Integrationsarbeit auf lokaler und regionaler Ebene. Sie werden innerhalb politischer Gremien immer mehr akzeptiert. Obwohl von den Migranten-Selbstorganisationen immer mehr Professionalität gefordert wird, sind diese aus finanziellen Gründen umso weniger in der Lage den steigenden Erwartungen zu entsprechen. Die Berliner Konferenz, bei der über einhundert MSO's aus ganz Deutschland, Vertreter der Bundesregierung und Wissenschaftler teilgenommen hatten, beschäftigte sich mit Möglichkeiten zur Finanzierung der Migranten-Selbstorganisationen über öffentliche Mittel.

„Migranten-Selbstorganisationen sind sind zum unumgänglichen Faktor innerhalb des Integrations-Prozesses der Migranten in die deutsche Gesellschaft geworden. Das bestätigt auch die deutsche Seite, denn oft stellt sich ihr die Frage, „Wie kommt man an die Einwanderer?“ mit ihren Programmen. Migranten-Selbstorganisationen haben darin immer mehr Jahrzehnte währende Erfahrungen und stellen die Brücke zwischen den eigenen Landleuten und der Mehrheitsgesellschaft. Innerhalb der Konferenz wurde deutlich, dass viele Organisationen vor der Herausforderung stehen ihre Inhalte zu transformieren. Es ist eindeutig, dass diese Professionalisierung mit finanzieller Unterstützung einhergehen muss, ohne welche die MSO's nicht qualitativ zur Integrations-Arbeit befähigt werden können.“, sagte einer der Konferenz-Teilnehmer, mr Milan Cobanov aus dem Zentralrat der Serben in Deutschland (ZSD).

In Deutschland gibt es nach Schätzungen um die 6000 registrierte Migranten-Organisationen. Diese organisieren sich hauptsächlich nach: ethnischer Zugehörigkeit, dem Herkunftsland, oder politischer Orientierung. In den letzten Jahrzehnten gibt es immer mehr Migranten-Organisationen, deren Mitglieder sich aufgrund fachlicher Befähigung zusammenschließen. Das sind Ärzte- und Lehrer-Vereinigungen, Sozialarbeiter oder Anwälte mit Migrationshintergrund, die sich in Fachverbänden organisieren. Es gibt immer mehr Einwanderer-Vereine, die ihre gesamte Arbeit über Integrationsprojekte finanzieren. Das sind hauptsächlich Projekte um das Erlernen der deutschen Sprache, schulische oder berufliche Bildung von Kindern, sowie berufliche Zusatzausbildung von Migranten in Deutschland. Einige dieser Organisationen beschäftigen bis zu 20 Mitarbeiter. Eine der einflussreichsten Migranten-Selbstorganisationen, die türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) beschäftigt neben einem deutschen Geschäftsführer sogar noch 54 Fachleute verschiedener Profile. 

„Vor zwei Jahren haben wir im ZSD festgestellt, dass man dieses Arbeitstempo nicht halten kann: da sind Tagungen, Seminare, Gremien-Arbeit, vielseitige Korrespondenz, Interviews für Medien, Reisen, Teilnahme an wissenschaftlichen Untersuchungen, oder regelmäßige Kontakte mit Politikern. Das bekam ein solches Ausmaß, dass unsere Vorstandsmitglieder kein Privatleben mehr hatten. Die Arbeit im Rahmen einer Organisation, wie des ZSD, ist unmöglich nach Feierabend in den Abendstunden 'zu schaffen'.  Alles geschieht werktags innerhalb der regulären Arbeitszeiten. In Zukunft müssen dem ZSD Menschen zur Verfügung stehen, die für ihre professionelle Arbeit auch dementsprechend bezahlt werden. Die deutsche Seite hat das verstanden und diese Frage wird bald geklärt“, erklärte Cobanov.

An der Tagung haben auch zwei serbische Organisationen teilgenommen: Zentralrat der Serben in Deutschland und Zentralrat der Serben in Hessen. Der letztgenannte vertreten durch das Vorstandsmitglied Ruza Mijovic aus Frankfurt. „Wir freuen uns immer auf so einer Tagung einen „von uns“ zu treffen. Unsere beiden Organisationen arbeiten zur Zeit nicht zusammen, wir gehen auf verschiedenen Wegen, aber wir haben gleiche Ziele. Für den Anfang ist auch das gut“, kommentierte Cobanov und fügte hinzu, dass er sich von Ruza Mijovic wie von einer alten Freundin verabschiedet hat.




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