Integration in Deutschland
Bundesregierung
Evropska unija
Ministarstvo za dijasporu
Komesarijat za izbeglice
Serbische Diozese
Kosovo Compromise
Radio Srbija

10. Jahrestag der NATO Luftangriffe gegen BR Jugoslawien

Bezüglich des 10. Jahrestages seit Beginn der Luftschläge des Nordatlantischen Pakts (NATO)  gegen die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien

Hamburg, 22.03.2009 (ZSD) – Bezüglich des 10. Jahrestages seit Beginn der Luftschläge des Nordatlantischen Pakts (NATO) gegen die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien, somit gegen die Republik Serbien, möchte der Zentralrat der Serben in Deutschland auf diesem Wege an den 24. März 1999 erinnern und der unschuldigen Opfer gedenken.

Die Bilanz der 78-tägigen Bombenangriffe der BR Jugoslawien: Ca` 3.000 Zivilisten und Soldaten verloren ihr Leben,  10.000 wurden verletzt, davon eine große Anzahl  Kinder. Der materielle Schaden wird auf etwa 100 Milliarden geschätzt; es wurden Total-oder Teilschäden an 121 Industrieobjekten verursacht, zerstört wurden 60 Brücken und für einige Jahre wurde die Donau unbefahrbar; zerstört wurden 7 Flughäfen, 19 Eisenbahnlinien, 34 Straßenverkehrsanbindungen, 480 Schulen, Fakultäten und Studentenheime; getroffen wurden über 100 Krankenhäuser und Ambulanzen und eine große Zahl von Genesungs-und Kuranlagen; zerstört wurden über 8000 öffentliche-und Wohngebäude; getroffen wurden 365 sakrale Stätten und Kulturhistorische Denkmäler, von denen manche von herausragendem Wert für das Weltkulturerbe sind und dem Schutz der UNESCO unterstehen.

Mit den Luftschlägen gegen die BR Jugoslawien wollte die NATO, wie die offizielle Version hieß, „die humanitäre Katastrophe in Kosovo“ unterbinden. Den erfolglosen Verhandlungen über die Klärung der Krise in Kosovo und Metochien, die in Rambouillet und Paris in Feb. und März 1999 geführt wurden folgte das sogenannte „Massaker“ von Racak als unmittelbarer Grund für die durch Bombenabwürfe erfolgenden Angriff auf einen souveränen Staat.

 

Poruseno.jpg

Journalisten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) haben sich nicht mal zwei Jahre später mit den Hintergründen des Überfalls auf die BR Jugoslawien auseinander gesetzt. In der Fernsehreportage mit dem Titel „Es begann mit einer Lüge“ haben sie die Begriffe „humanitäre Katastrophe“ und „Massaker“ entlarvt und haben deren Instrumentalisierung für die Kriegseinleitung bewiesen.

Zehn Jahre nach Beginn der Luftangriffe besteht bei Fachleuten kein Zweifel, dass es sich bei der so genannten "Humanitären Intervention" um eine Aggression gegen einen souveränen Staat handelte, ein Mitglied der Vereinten Nationen (UN), und dass ohne Kriegserklärung und ohne Zustimmung des Sicherheitsrates der UN.

An dieser Aggression, die vom 24. März bis zum 09. Juni 1999 andauerte, haben insgesamt 19 Staaten der Allianz teilgenommen, gegen alle Dokumente und Konventionen des Völkerrechts verstoßend, wie z.B., die UN-Charta, das Statut und die Verfassungen der NATO, die Internationale Konvention zur Kriegsführung und zum Schutz der Zivilbevölkerung, zahlreiche internationale Konventionen zum Schutz des Kulthistorischen Erbes, Allgemeine Deklaration über Menschenrechte, Europäische Konvention über Menschenrechte und Internationale Konvention über Rechte des Kindes. Artikel 6 der Konvention über Rechte des Kindes garantiert das Grundrecht des Kindes, das Recht auf Leben. Während der NATO-Intervention, die unter dem militärischen Code „Barmherziger Engel“ geführt wurde, wurden mindestens 81 Kinder getötet und mehrere hundert verletzt. Der Einsatz geächteter Kassetten-Bomben und Bomben mit abgereicherten Uran bedroht auch heute das Leben der Bevölkerung Serbiens. In Serbien gibt es immer noch mehr als 2500 aktive Streubomben (Kassettenbomben) in 156 Landkreisen in denen 162.000 Menschen leben. Erst vor Kurzem durchgeführte Untersuchungen der italienischen Experten haben einen auffällig hohen Anstieg von Krebserkrankungen in den von Bombenabwürfen betroffenen Gebiete um mehr als 40% vermerkt und einen unverhältnismäßig hohen Anstieg bei der Zahl der missgebildeten Babys festgestellt.

vrata_grada.jpg

„Die Bombangriffe gegen die BR Jugoslawien stellt im rechtlichen Sinne eine Aggression dar, im politischen, einen nicht notwendigen und fehlgeschlagenen Zug, während sie in moralischer Hinsicht ein Verbrechen an der Bevölkerung darstellt. „ Verlorene menschliche Leben und das Leid, dem während der 78-tägigen Bombardierung unsere Bevölkerung ausgesetzt wurde, können mit Nichts ersetzt werden", betonte der Professor der belgrader Fakultät für Sicherheit, Zoran Dragisic.

Der Zentralrat der Serben in Deutschland hat in seiner regelmäßigen Öffentlichkeitsarbeit auch auf folgendes hingewiesen:

Der ZSD  verwahrt sich dagegen, dass die internationale Gemeinschaft das serbische Volk endlos auf die Probe stellt. Die westliche Wertegemeinschaft wird ihre Glaubwürdigkeit verlieren, wenn sie weiterhin, wider besseres Wissen, das serbische Volk und seine politischen Vertreter als Haupt-Schuldige für die Ereignisse der letzten 20 Jahren auf dem Balkan ansieht und für die angebliche Schuld immer aufs neue bestraft. Der ZSD dringt auf eine objektive Aufarbeitung dieser Periode der europäischen Geschichte. Dabei warnt der ZSD eindringlich davor, ein ganzes Volk zu stigmatisieren.und verurteilt die Anwendung von unterschiedlichen Maßstäben im Umgang mit den, aus dem früheren Jugoslawien entstandenen, Staaten.

Der Zentralrat der Serben in Deutschland möchte auch darauf aufmerksam machen, dass die Republik Serbien nach den demokratischen Veränderungen, die im Jahre 2000 folgten, die politische Realität so wie eigene Möglichkeiten einschätzend, eine Reihe von Zugeständnissen gegenüber der Europäischen Union (EU) gemacht hat. ZSD betont hierbei, dass eine vollständige Integration in die europäischen Normen, auf Basis von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt, die Freiheit und die Souveränität des anderen achtend, die einzig richtige Grundlage für den Aufbau der gemeinsamen Zukunft sein kann.

Der ZSD stellt den Besuchern dieser Seite eine kleine Auswahl an Materialien zur Verfügung, welche mit diesem Thema zusammenhängen. Die Materialien geben nicht unbedingt die Meinung des ZSD wieder.

(1)
„Es begann mit einer Lüge“
Wie die Nato im Krieg um Kosovo Tatsachen verfälschte und Fakten erfand (WDR)
Ein Film von Jo Angerer und Mathias Werth
Ausgestrahlt im Ersten Deutschen Fernsehen am 8. Februar 2001
Um das vollständige Manuskript zu lesen drücken Sie hier:

(2)
„Es begann mit einer Lüge“
Wie die Nato im Krieg um Kosovo Tatsachen verfälschte und Fakten erfand (WDR)
Ein Film von Jo Angerer und Mathias Werth
Ausgestrahlt im Ersten Deutschen Fernsehen am 8. Februar 2001
Um die Aufzeichnung der Reportage zu sehen drücken Sie bitte hier (Teil 1):   und hier (Teil 2):

(3)
Eindrücke aus dem bekriegten Belgrad: "Sugradjani, dobro vam skloniste" ('Mitbürger, seien Sie gut luftgeschützt')( 2. april 1999)
vom Berichterstatter der AIM aus Belgrad Vesne Vukic
Um das vollständige Manuskript (in Serbisch) zu lesen drücken Sie hier:

(4)
Internationales Europäisches Tribunal über den NATO-Krieg gegen Jugoslawien
Urteil vom 3. Juni 2000
Um das vollständige Manuskript zu lesen drücken Sie hier:

(5)
    Deutscher Lager-Arzt: Medien verzerren die Realität
    Aus: "DIE WELT" v. 17.06.1999
Um das vollständige Manuskript zu lesen drücken Sie hier:

(6)
   
„Krieg nach Gefühl“ von Dieter S. Lutz
Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
an der Universität Hamburg (ISFH)
Um das vollständige Manuskript zu lesen drücken Sie hier:

(7)
„Falsche Versprechen, echte Bomben“ von Catherine Savary
Catherine Samary ist Wirtschaftswissenschaftlerin in Paris; zu den EU-Wahlen kandidierte sie auf der gemeinsamen Liste der französischen Trotzkisten von Lutte Ouvrière und der Ligue Communiste Révolutionnaire.
Um das vollständige Manuskript zu lesen drücken Sie hier:

(8)
    Aus einer Belgrader Tagesschau “Bombenhagel und Medienkrieg” (10.april 1999/ 19:28)
es schreibt: Spomenka Lazic
Um das vollständige Manuskript (in Serbisch) zu lesen drücken Sie hier:




srb_erlebnis_2.jpg