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Gemeinsam für die Integration:

Bundesamt und Migrantenorganisationen bauen Dialog aus

Großes Interesse an Austausch über Kompetenzen und Fördermöglichkeiten

Nürnberg, 03.11.2008 (BAMF/ZSD) - Das Engagement von Zuwanderern für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland soll künftig mehr Unterstützung erfahren. Daher hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seine Zusammenarbeit mit Organisationen von Migranten verstärkt. Zu einer Informationsveranstaltung kamen am 31. Oktober 2008 mehr als hundert Vertreter von Migrantenselbstorganisationen (MSO) in die Zentrale des Bundesamtes nach Nürnberg. Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Maria Böhmer, nahm ebenfalls teil.

Zu der Veranstaltung wurden auch Vertreter des Zentralrats der Serben in Deutschland (ZSD) eingeladen. In Nürnberg erschienen Vorstandvorsitzende Prof.Dr.Stojanka Aleksic aus Hamburg, Generalsekretär Ivan Bajkovic aus Hannover und Vorstandssprecher Milan Cobanov aus Berlin.

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Dr Schmid , Teilnehmer, Dr Böhmer

Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung stand sowohl ein Austausch über die Integrationskonzepte und Fördermöglichkeiten des Bundesamtes als auch über die Kompetenzen und Weiterentwicklung der MSO.

Schon jetzt leisten Menschen mit Migrationshintergrund in Vereinen, Verbänden und Institutionen einen wesentlichen Beitrag zur Integrationsarbeit: sie haben eine Brückenfunktion zwischen Zuwanderern und Aufnahmegesellschaft.

Migrantenselbstorganisationen haben direkten Zugang in die "communities", kennen die Bedürfnisse der jeweiligen Zuwanderergruppen und fördern soziales Engagement. "Daher wollen wir diese Erfahrungen noch intensiver für die Integrationsförderung nutzen und die Rolle von Migrantenselbstorganisationen stärken", sagte der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Dr. Albert Schmid.

Das Bundesamt ist als Kompetenzzentrum für Migration und Integration bestrebt, die Weiterentwicklung von Migrantenselbstorganisationen zu unterstützen. In mehreren Vorträgen bekamen die Teilnehmer einen Überblick über die Fördermittel, die das Bundesamt verwaltet. Beispielsweise können aus EU-Fonds wie dem Europäischen Integrationsfonds (EIF) oder dem Europäischen Sozialfonds (ESF), die von 2007 bis 2013 ein Volumen von rund 460 Millionen Euro für Deutschland haben, Mittel für Integrationsarbeit vor Ort und berufsbezogene Sprachförderung bereit gestellt werden. Außerdem koordiniert das Bundesamt die Integrationskurse für Zuwanderer in Deutschland und stellt Bundesmittel für gemeinwesenorientierte Projekte zur Verfügung. MSO-Vertreter stellten ihrerseits in Erfahrungsberichten erfolgreiche Ideen zur Integrationsförderung vor.

"Der Zentralrat nahm an der Veranstaltung teil um eine Übersicht über die Verschiedenen Fördermöglichkeiten durch den Bund als auch durch die EU zu erhalten. Als Interessensvertretung werden wir zunehmend gefordert und stehen vor dem Problemen unsere Aktivitäten finanziell nicht mehr selbst tragen zu können. Wir sind überrascht über die Menge an neuen Informationen, welche wir erhalten haben. Nun steht es uns bevor, dass wir uns in die Materie der Projektförderung einarbeiten müssen. Ein sicheres Fortbestehen der serbischen Angebote in Bereichen der Integration in Deutschland kann nur durch eine vernünftige Projektfinanzierung durch öffentliche Töpfe gewährleistet werden. Dem Zentralrat sowie den angegliederten Organisation steht ein nichtgeringer Lernprozess bevor. Da müssen wir ran!", sagte Dr. Aleksic zum Ende der Veranstaltung.

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Applaus für eine gelungene Veranstaltung: Mehr als 100 Vertreter von Migrantenorganisationen sind ins Bundesamt gekommen.




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