ZSD & Studentenbund auf Jugendfestival „Berlin 08“

Serbische Jugend spricht beim Festival Berlin 08 über Politik  und Gesellschaft

Düsseldorf 21. Juni 2008 ( ZSD ) - Jugendliche begeistern sich für Politik und setzen sich - entgegen vieler Vorurteile – aktiv und engagiert für ihre Ideen ein! Das Festival, das Freitagabend von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen eröffnet wurde, lockte viele Tausend Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet auf das Gelände des FEZ-Berlin. Innerhalb von mehr als 600 Workshops und Podiumsdiskussionen zeigte der Zentralrat der Serben – ZSD und seine Studenten- und Jugendorganisation (Serbischer Studenten- & Jugendbund) mit mehreren interessanten Veranstaltungen der Öffentlichkeit, wie sie es besser machen wollen.

Auf ihrer ersten Veranstaltung „Die Macht der Medien: wissen wir wirklich alles was auf dem Balkan stattgefunden hat?“ hielt Jürgen Elsässer (Buchautor und Journalist, berühmter Balkanexperte), ein Referat über die dominierende westliche Medienpropaganda und enthüllte so manche Lüge, Halbwahrheit und Widerspruch der Medien während der jugoslawischen Kriege. Er versuchte den Jugendlichen dieses komplexe Thema nahe zu bringen und Ihnen einen Blick hinter den Kulissen der westlichen Medienpropaganda zu verschaffen. Der zu kleine Saal platzte dabei aus allen Nähten, weil das Interesse größer war, als man vorher angenommen hatte.

Auf der Podiumsdiskussion „Was ist europäisch? Die neue EU der Zukunft…“ diskutierte Milan Cobanov (Vorstandsmitglied des ZSD) mit Vertretern der EU und der Bundespolitik als auch der Politikwissenschaft über das zukünftige Gesicht der Europäischen Union. Auch das Publikum wurde eingebunden und beteiligte sich mit Fragen und Anregungen und Kritiken zahlreich an den diversen Diskussionen, die sogar dazu führten, dass man die Veranstaltung etwas verlängern musste.

Die Interessanteste Veranstaltung die der Zentralrat auf die Beine gestellt hat, ist definitiv die Podiumsdiskussion „Lasst uns in Ruhe mit eurem Kosovo!“ – Warum ist die Kosovofrage für die serbische Nation so wichtig? Protagonisten dieser Veranstaltung waren Vertreter der serbischen Jugend aus Serbien und Deutschland, die Ihre teils verschiedenen teils gleichen Standpunkte zum Thema „Kosovo“ klar gemacht haben. Dazu sind aus Serbien Milovan Ðurdevic (stellv. Vorsitzender der Jugend der Demokratischen Partei Serbiens) und Nikola Pucarevic (polit. Berater und Sympathiseur der Liberaldemokratischen Partei Serbiens) extra angereist. Zugegen waren ebenfalls Petar Mišcevic (Slawist aus Nürnberg) und Bojan Miloševic (Stellv. Vors. des ZSD-NRW und Leiter des Serb. Studentenbundes aus Wuppertal), welche die Position der serbischen Jugend in Deutschland vertreten haben. Auch hier wurde das Publikum stark eingebunden welches zu diesem brenzligem und aktuellen Thema so manche Frage und Kommentar übrig hatte.

Bei der Abschlussveranstaltung dem Workshop „Böse Serben – gute Europäer?“ ging es um die Stigmatisierung der serbischen Nation. Vor allem wie junge Serben mit Vorurteilen, aus der Gesellschaft, gegen die eigene Nation umgehen. Dazu nahmen neben den oben erwähnten Protagonisten auch interessierte Jugendliche teil, die dadurch die Sicht der Dinge aus dem Blickwinkel der serbischen Jugend gut erkennen und verstehen konnten.

Neben der engagierten Vorbereitung durch 1.300 Programmmacherinnen und -macher waren es schließlich auch 400 Mitmacher, die Berlin 08 unentgeltlich tatkräftig vor Ort unterstützt haben. 150 Infoscouts waren an allen drei Tagen rund um die Uhr im Einsatz. Bei über 600 Themen und 11.000 teilnehmenden Jugendlichen, haben sich 40 Politiker aller Ebenen beteiligt. Unter Ihnen auch Vize-Bundestags- präsident Wolfgang Thierse.

Bojan Milosevic, Leiter Serbischer Studenten- und Jugendbund - Nordrhein-Westfalen




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