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In Berlin - Fühle den Rhytmus Serbiens !

Berlin, 11.05.2008

Serbisches „Bre“ in Berlin unter dem Motto „Fühle den Rhythmus Serbiens – Oseti ritam Srbije !“ vor einer Million Menschen - Karneval der Kulturen in Berlin zum ersten mal mit Vertretern der serbischen Diaspora – Großes Lob an Vereinigungen SKC Offenbach und KUD Mladost aus Hamburg, welche die größte Last trugen als auch dem Veranstalter, Zentralrat der Serben in Deutschland (ZSD) – Serben zurückgekehrt in Deutscher Kulturszene

Berlin, 14.05.2008 (ZSD) –  Unter dem Motto „Fühle den Rhythmus Serbiens” haben beim diesjährigen Karneval der Kulturen in Berlin am letzten Wochenende Gesandte der serbischen Diaspora in Deutschalnd teilgenommen. Das war erste Heraustreten der Serben auf Kundgebungen dieser Art und man kann behaupten, daß dieser Auftritt ein voller Erfolg war.

Innerhalb des mehrstündigen Karnevalzuges treten traditionell seit Jahren Vertreter nationaler Gemeinschaften auf, die in Deutschland leben. Vor über einer Million Zuschauern in Berlin, vor life-geschalteten Kameras mehrerer Fernsehteams, vor ьber einhundert Journalisten zählte der diesjährige Zug mehr als 4400 Teilnehmer aus 70 Nationen. Der eigentliche Umzug bestand aus 70 Formationen. Mitten unter ihnen, vielleicht symbolisch unter der Startnummer „3“ die Formation mit Ьberschrift „Serbische Jugend in Deutschland“.

Anstelle der gewöhnlichen Folklore trat auf die Karneval-Trasse ein reich geschmückter „Serbischer Bus“ mit offenem Dach. Obenauf waren die Miglieder des Blasorchesters „Dragacevo“ unter Leitung des jungen Musikers Djordje Jacimovic. Ihrer zehn traten besonders zu dieser Gelegenheit die weite Reise nach Berlin an um vor deutschem Publikum Serbien und die Musik ihrer Heimat vorzustellen. Zu den Rhytmen der Trompete geleitete den Bus die Gruppe der Folkloremitglieder aus Offenbach und Frankfurt, die seit Wochen schon rhytmische Schritte zu tradtionellen Trompete-Klängen einstudiert hatten. Besonders bestellte T-Shirts und Baseballkappen mit Botschaften „Fühle den Rhythmus Serbiens !“ und „Serbian BREnd“ zeigten sich als sehr praktisch bei Temperaturen um 28 Grad. „Wir wollten eine Verbindung schaffen zwischen dem tradtionellen und dem modernen Serbien. Unseren Folkloretänzern war anfänglich alles ungewohnt, aber je mehr wir übten waren wir umso mehr begeistert“, sagt Ljiljana Kovacic, künstlerische Leiterin im KUD Offenbach.

Die Formation als solche stellte eine durchdachte Einheit. Musiker und Tänzer erbrachten die Botschaft „Fühle den Rhythmus Serbiens !“. Zwei Kinder in Folkstrachten mit einer Tafel „Kleines Volk – Ganz Groß !“ an der Spitze legten nahe, daß es hier eine interessante, wenn auch versteckte Botschaft gibt. Ohne Aufsehen wurden inmitten der Zuschauer mit selbstverständlichem Lächeln mehrere zehntausend Flugblätter verteilt, deren Botschaft einfach war: „Kleines Volk – Ganz Groß !“ So konnten die Zuschauer kurze einfache Botschaften lesend erfahren, welche Serben unter den fünf erfolgreichsten Welt-Tennisspielern sind, oder wer Einstein Hausaufgaben in Mathematik schrieb, oder wer am liebsten Serbische Bohnensuppe kocht.

Reaktionen des Publikums blieben nicht aus. Spontaner Applaus begrüßte die herannahende Formation. Während kurzer Atempausen konnte man den Ruf aus dem Publikum in Deutsch hören: Wir wollen den Rhythmus Serbiens hören !“ Der Formation näherten sich auch von allen Seiten Serben, die „Eigene“ an so einer Stelle nicht erwartet hatten. Mit Tränen in den Augen klopften sie den Teilnehmern auf die Schulter und manchmal auch auf den Bus.

„Unsere Idee war durch die Teilnahme im Karneval Serben in Deutschland und Serbien im besten Licht vorzustellen. Unser Projekt ist ein Teil durchdachter Ideen, welche der Zentralrat der Serben in Deutschland dieses Jahr verwirklichen will. Sie gemeinsam haben zum Ziel eine positive Botschaft von einem modernen europäischen Volk zu senden. Ebenso möchten wir die Mehrheitsgesellschaft erinnern, daß über 500.000 Vertreter dieses Volkes seit mehreren Jahrzehnten  in diesem Lande friedlich arbeiten und leben. Unser Auftritt beim „Karneval der Kulturen“ in Berlin hat mit Sicherheit zur Verbesserung des Ansehens Serbiens geführt. Besonders dankbar sind wir dem Ministerium für Diaspora, das dieses Projekt materiell unterstützt hat“, sagte prof.dr. Stojanka Aleksic, Vorstandsvorsitzende des ZSD.

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Berlin, 11.05.2008 Teilnehmer vor dem Brandenburger Tor

„Der Karneval als solcher ist eine ganz besondere Kundgebung. Er hat nichts gemein mit dem traditionellen Karneval oder „Fasching“ in Deutschland. Die Teilnehmer bilden mit der Art ihres Auftritts und der Weise ihrer Präsentation direkt am Ansehen ihres Herkunftlandes in deutscher Öffentlichkeit. Positive Botschaften erwecken Neugier. Neugier kann zum Besuch des jeweiligen Landes führen, das man es 'life' hört und erlebt. Auf keiner Touristikmesse oder auf keiner sonstigen PR-Kundgebung kann man auf so eine unmittelbare Weise eine PR-Botschaft kommunizieren wie bei dieser Massen-Kundgebung vom Typus „Karneval der Kulturen“ in Berlin. Über das Sehen, Hören und mittels durchdachten visuellen Konzeptes wird dem Zuschauer eine positive Botschaft über Serbien und Serben in Deutschland nahe gebracht. Der ZSD hat bewusst den neutralen Namen gewählt unter welchem beim Karneval teilgenommen wurde: SERBISCHE JUGEND IN DEUTSCHLAND. Unsere Absicht war es uns den Zuschauern als Volk vorzustellen und nicht als Vereinigung. Viele verschiedene serbische Gemeinschaften in Deutschland haben dieses aus ihren klub-bezogenen, ortsgebundenen Interessen noch nicht realisiert.  Der Zentralrat der Serben in Deutschland sieht sich  in diesem Ganzen als innovativen Antrieb solcher Initiativen“, sagt mr. Milan Cobanov, Pressesprecher und Vorstandsmitglied des ZSD, der zugleich Ideengeber dieses Auftritts der Serben in Deutschland ist.

 

 

Mehr Bilder vom Auftritt beim Karneval der Kulturen hier: ---

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