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Günstige Überweisungsmöglichkeiten nach Serbien

Geldtransfair

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Neues Serviceangebot für Serben im Internet – finden Sie die günstigste Überweisungsmöglichkeit nach Hause

Berlin, 01.05.2008 (GTZ / ZDS) - Für Serben sind Überweisungen ihrer Landsleute aus dem Ausland eine wichtige Geldquelle. Nach Angaben der serbischen Zentralbank haben die 700.000 im Ausland lebenden Serben 2006 drei Milliarden Dollar nach Hause geschickt. Davon kamen alleine 300 Millionen Dollar aus Deutschland. Zentralbank-Gouverneur Radovan Jelasic weist dar-auf hin, dass nur die Hälfte dieses Betrages überwiesen worden sei, die andere Hälfte dagegen sei in bar angekommen.

Deutschland gehört nach den USA und Saudi-Arabien zu den wichtigsten Herkunftsländern von so genannten Migrantentransfers. 2006 überwiesen in Deutschland lebende Migranten insgesamt sechs Milliarden Dollar in ihre alte Heimat.

Das Hauptproblem dabei: Serben und Migranten aus anderen Her-kunftsländern zahlen für die Transfers teils sehr hohe Gebühren. Würden die Überweisungsgebühren auf ein Niveau gesenkt werden, das zum Beispiel zwischen Ländern wie etwa Deutschland und Spanien üblich ist, käme wesentlich mehr Geld bei den Empfängern vor Ort an.

Genau das will die deutsche Bundesregierung mit einer neuen Internetseite nun erreichen. „Durch mehr Transparenz und Wettbewerb sollen die Kosten verringert werden“, so die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Gemeinsam mit dem deutschen Finanzminister und dem Gouverneur der serbischen Zentralbank gab sie im Dezember 2007 beim G8-Gipfel in Berlin den Startschuss für ein neues Internetportal unter www.geldtransfair.de. Die sieben führenden Industrieländer und Russland hatten bereits 2004 vereinbart, die Kosten von Geld-transfers in Schwellen- und Entwicklungsländer um die Hälfte zu senken. Das Ziel ist allerdings noch nicht erreicht.

Der deutschen Entwicklungsministerin zufolge konnten zum Beispiel in Großbritannien durch größere Kostentransparenz die Gebühren für Überweisungen nach Indien um 40 Prozent gesenkt werden. Einen ähnlichen Effekt erhofft sich das Ministerium von dem deutschen Internetportal.

Das Ganze funktioniert so: Wer www.geldtransfair.de anklickt, kann dort sein gewünschtes Empfängerland wählen. Dann gibt er die Summe ein, die er überweisen möchte. Er kann, muss aber nicht, unterschiedliche Überweisungswege wählen: etwa Scheck, Bargeld-Verschickung, Auslandsüberweisung von Konto zu Konto, online oder Telefonauftrag. Der Internetservice vergleicht dann die Angebote von rund 40 verschiedenen Anbietern, sucht den günstigsten Tarif heraus und zeigt an, wie lange die Überweisung dauert. So erhält man beispielsweise die Information, dass die Überweisung von 100 Euro von Deutschland nach Serbien bei der Postbank 1,50 Euro (Online-Überweisung) und bei der Sparkasse Bochum stolze 40 Euro (Bargeld-Transfer) beträgt.

 www.geldtransfair.de




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